Kieferorthopädie

Das Fachgebiet der Kieferorthopädie

Die Kieferorthopädie zählt zu den Teilgebieten innerhalb des grossen Spektrums der Zahnheilkunde beziehungsweise der Zahnmedizin. Sie umfasst dabei in erster Linie den komplexen Bereich der Zahn- und Kieferfehlstellungen. Hierzu zählen einerseits das Erkennen und Behandeln der Fehlstellungen und andererseits die damit verbundenen vorbeugenden Massnahmen und Interventionen.

In der Schweiz müssen Kieferorthopäden zunächst ein abgeschlossenes zahnmedizinisches Studium vorweisen. Im weiteren Verlauf folgen eine berufliche Praxis als regulärer Zahnarzt von mindestens einem Jahr Dauer sowie eine Hochschulweiterbildung an einer Universitätsklinik für Zahnmedizin innerhalb der Schweiz. Die berufliche Bezeichnung im Anschluss an die praktische und theoretische fachliche Prüfung lautet Fachzahnarzt für Kieferorthopädie.

Zahnfehlstellungen in der Kieferorthopädie

Die Ursache für Zahnfehlstellungen sind vielfältig. Häufig sind sie genetisch bedingt, werden also bereits von Mutter oder Vater vererbt und sind entsprechend bereits im Kindesalter vorhanden. Eine weitere Option sind sehr unterschiedliche individuelle Angewohnheiten, die mit der Zeit entstehen und zu einer Verschiebung der Zähne führen können. Hierzu zählen beispielsweise das Daumenlutschen oder das regelmässige Pressen der Zunge gegen den Gaumen.

Eine Fehlstellung entsteht selten unvermittelt, sondern überwiegend ganz allmählich im Verlauf der Zeit durch den Druck, der nach und nach auf den Kieferknochen und auch auf die Zähne ausgeübt wird. Sie verändern sehr langsam und über lange Zeit hinweg ihre Position, es entsteht eine Fehlstellung. Auch das nächtliche Knirschen mit den Zähnen sowie das vollständige Fehlen von einem oder mehreren Zähnen kann zu einer solchen Kieferfehlstellung führen.

Zahnstellung und Mundgesundheit

Die Zahnstellung spielt eine wesentliche Rolle beim Erhalt der Mundgesundheit. Wenn Ober- und Unterkiefer nur unzulänglich aufeinander passen, entsteht nicht nur ein ästhetisches Problem. Es können zusätzlich erhebliche Funktionsbeeinträchtigungen vorkommen, darunter eine eingeschränkte Beiss- und Kaufunktion, aber auch vielschichtige Probleme beim Artikulieren und Sprechen allgemein.

Darüber hinaus lassen sich Zähne, deren Platz im Kiefer zu eng oder auch verschachtelt ist, deutlich schwerer reinigen. Die Folge können Karies oder Parodontose sein. Bei einem mangelhaften Mundschluss aufgrund einer Zahnfehlstellung wird insgesamt die Selbstreinigungsfähigkeit im Mundraum erschwert. Durch den konstant leicht geöffneten Mund kommt es hier mit der Zeit zu trockenen Schleimhäuten. Weiterhin können Schäden am Zahnhalteapparat entstehen, etwa durch jahrelanges Zähneknirschen in der Nacht.

Bestehende Fehlstellungen führen häufig zu vielfältigen muskulären Schmerzen. Die Muskulatur versucht konstant, eine Fehlstellung auszugleichen. Es entstehen dabei oftmals erhebliche Verspannungsschmerzen und auch eine deutliche Überlastung im Bereich der Kiefergelenke. Stress und Schlafstörungen sind ebenso eine mögliche Folge wie Schluckbeschwerden und Ohrgeräusche (Tinnitus).

Behandlungsmöglichkeiten in der Kieferorthopädie

Ein sinnvoller Zeitpunkt für den Beginn einer kieferorthopädischen Behandlung ist bereits das Kindesalter. Das Wachstum des Kieferknochens ist hier noch nicht vollständig abgeschlossen, was die Behandlung erheblich erleichtert. Grundsätzlich ist eine kieferorthopädische Therapie jedoch in jedem Lebensalter möglich und bei bestehenden Beschwerden hilfreich.

Am Anfang einer Behandlung steht die umfassende Diagnostik. Hierzu stehen zahlreiche Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise die Funktionsanalyse oder das Röntgen. Der behandelnde Kieferorthopäde beurteilt die Zahnstellung und erstellt in Absprache mit dem Patienten einen Therapieplan. Eine der häufigsten korrigierenden Massnahmen ist die Zahnregulierung mittels Zahnschienen beziehungsweise Zahnspangen, die entweder herausnehmbar oder festsitzend sein können.

Oftmals werden begleitende Behandlungsmassnahmen empfohlen, die den Folgeerkrankungen gelten, die mit Zahnfehlstellungen assoziiert sind. In vielen Fällen ist Physiotherapie eine gute Möglichkeit um mithilfe verschiedener Mobilisationstechniken die schmerzfreie Beweglichkeit des Kiefers wiederherzustellen. Auch Übungen im Bereich der Muskelentspannung und Methoden rund um das Thema Stressabbau haben sich in vielen Fällen parallel zur kieferorthopädischen Behandlung als positiv erwiesen.

Zusätzliche Informationen

Zu allen Fragen rund um die Kieferorthopädie und das damit verbundene Behandlungsspektrum in unserer Praxis in Zürich informieren und beraten wir Sie gerne. Kontaktieren Sie uns jederzeit, wir freuen uns auf Ihren Besuch in unseren Räumlichkeiten. Wir sind problemlos mit Zug, S-Bahn und Auto erreichbar, auch für Patienten aus Oerlikon, Altstetten, Winterthur, Uster, Dübendorf, Dietikon, Wetzikon, Wädenswil, Horgen, Bülach und Opfikon.